Ohne den richtigen Schuh läuft nichts

September 13, 2016

 Am letzten Tag meines Praktikums bei Trends-of-Sports.com stand meine erst Laufschuh-Analyse auf dem Plan. Die Arbeit am Blog hatte mich total inspiriert. Ich werde zum Laufen anfangen, das steht fest! Schon während meiner Zeit hier habe ich das Laufen für mich entdeckt und sechs Wochen kontinuierlich durchgezogen. Leider mit den falschen Laufschuhen. Meine drücken, geben mir keinen Halt und jedes Mal nach dem Laufen spüre ich unangenehm meine Wadenmuskulatur.

 

"Geht gar nicht," meinte Ulrike und machte einen Termin für eine professionelle Laufanalyse bei Volker Haussmann, Chef der Laufbar (Münchener Tor 1) aus. "Volker und sein Team in der Laufbar sind die Besten in München," sagte sie.   

 Wieso Laufanalyse? Ich habe mich noch nie mit Laufschuhen befasst, aber meine Antwort ist simpel: Wenn ich etwas gerne anziehe und mich darin wohlfühle, egal ob jetzt Schuhe oder Klamotten, motiviert mich das mit Etwas anzufangen und auch konsequent am Ball zu bleiben. Als Laufanfängerin ist das ziemlich wichtig, finde ich. Also: "Servus Ihr alten Laufschuhe," und ab zu Volker! Mal sehen, was mich da erwartet. Ich war schon etwas aufgeregt, schließlich hatte ich sowas noch nie gemacht und wusste nicht, was da auf mich zukommt.

 

Analyse hin oder her. Eigentlich wollte ich nur gute, passende und für mich richtige Laufschuhe. Basta. Als ich den Laden betrat, war ich erstmal ziemlich geflasht, ehrlich - es war mir nicht bewusst, dass es so viele unterschiedliche Laufschuhe und Marken gibt. Ob Speed- oder Trailrunning, ob für Wald- oder Asphaltjogger - hier gab´s alles!

 Dann ging es los. Nach einem kurzen Gespräch mit Volker über meine Laufgewohnheiten (Wie oft? Wie lang? Auf welchem Untergrund? Ob ich sonst noch Sport mache?) ging es direkt auf ein Laufband, das im Boden eingelassen war. Zuerst sollte ich einfach nur barfuß laufen. Eine Minute lang. Dann schauten wir uns das Video an.

 

Volker, professioneller Berater und Laufspezialist, erkannte sofort, was ich brauche. Hohe, dicke Sohle, also viel Sprengung, um meine Waden zu entlasten, ein stabiles Fußbett, um Überpronation zu vermeiden. Überpronation, was ist das denn? Hilfe, das hört sich für mich alles wie Chinesisch an. Doch mit Volkers Beratung und seiner Geduld wußte ich schnell, worum es geht.

 Unter einer Überpronation versteht man eine natürliche Dämpfungsbewegung des Fußes nach innen, um den Stoß beim Laufen abzufedern, erklärte mir der Experte. Verstehe! Diese ist bei mir sehr ausgeprägt. Volker hatte schon Schuhe für mich mit festem Fußbett im Kopf, die auch an den Seiten Stabilität aufweisen, damit ich beim Laufen einen guten Halt im Schuh habe. Er meinte, das nach innen Gerutsche belastet meine Wadenmuskulatur, die nämlich versucht, die Überpronation auszugleichen. Aha, daher also der schlimme Muskelkater in den Waden!

 Da ich beim Laufen mit dem Ballen zuerst den Boden berühre, also einen Vorfußaufsatz aufweise, sollte ich eine dicke, dämpfende Sohle nutzen. Als Vorfußläufer - hey, was für ein schönes Wort! - hat man zwar eine deutlich geringere Belastung in Knie- und Sprunggelenk, doch die Muskulatur wird extrem strapaziert. Eine höhere Sprengung, also dickere Sohlen entlasten die gesamte Muskulatur in den Beinen.

 

Volker sprach zudem vom Over-Crossing - übersetzt: leichtes Überkreuzen der Mittellinie beim Laufen, das in meinem Laufvideo vor allem beim rechten Fuß gut zu erkennen war. Er meint, das ist ein typischer Anfängerfehler, der sich aber meist mit der Zeit von alleine einstellt. Wenn nicht, kann man das später noch optimieren.

 

Nach dieser kurzen, knackigen Analyse, die alle wichtigen Aspekte in den Fokus stellte, suchte mir der Mann vom Fach verschiedene Laufschuhe raus, die ich anprobieren sollte. Die knalligsten Farben und coolen Designs brachten nicht nur den Laden sondern auch mich zum Strahlen.

 Laufschuhe müssen also doch nicht hässlich und nur praktisch sein. Mir fiel echt ein Stein vom Herzen. Eine ganz neue Erkenntnis für mich nachdem ich voll angewidert die superalten Laufschuhe meines Vaters in seinem Schuhschrank entdeckt hatte. Sowas würde ich niemals anziehen - NIEMALS!  

 

Doch Volker traf mit seiner Auswahl voll ins Schwarze. Von blau, bis pink über knallorange: das volle Programm am Start. „Mit jedem Schuh, den du anprobierst gehst du dann für circa eine Minute aufs Laufband, bevor wir anschließend das Laufvideo gemeinsam ausgewerten,“ war seine Ansage.  

 

Nach circa einer Stunde und gefühlt 100 Paar Schuhen und Laufbandminuten später, hatten wir den perfekten Laufschuh für mich gefunden. Yipppieh! Der New Balance Vazee Prism sollte es sein. Er gibt meinem Fuß nicht nur den richtigen Halt und ausreichend Stabilität, um die Überpronation auszugleichen, sondern er sieht auch noch wirklich, wirklich schön aus!

 Ohh, da schlug mein Modeherz gleich schneller.....die dunkelblaue Kombination mit dem knalligen Pink und Neon-Orange machte einfach was her und ist der totale Hingucker - nicht nur beim Laufen.

 

Ganz ehrlich: Vor der Laufanalyse war ich - Laufanfängerin - voll skeptisch. Was sollte ich denn da? Doch mit der ausführlichen Beratung und seiner Kompetenz hat mich Volker überzeugt und ich fühlte mich sofort in sicheren Händen. Man merkt doch, wenn jemand weiß, wovon er spricht und ich spürte, dass man mir in der Laufbar nicht irgendeinen überteuerten Laufschuh andrehen, sondern mich rundherum gut beraten wollte.

 

Volker hat sich wirklich Zeit genommen und mit ausführlichen, gut verständlichen Erklärungen zeigte er mir, wie „mein“ perfekter Laufschuh sein muss und auf was ich in Zukunft beim Laufen achten muss. Das hat mir bisher noch niemand gesagt. Ich bin echt überzeugt, denn der richtige Laufschuh muss sich Deinem Fuß und all Deinen Bewegungen anpassen und nicht umgekehrt. Er kann Laufen zu einem echten Erlebnis machen.

 Fazit für mich: Ohne den richtigen Schuh läuft nichts. Ich kann’s kaum erwarten meinen ersten Run zu starten. Ich werde von meinen Erfahrungen zu berichten!  

 

Mehr Infos zur Laufbar: https://www.lauf-bar.de

 

 

 

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© 2016 by LuckmannPR, Ulrike Luckmann, Munich, Germany

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