Geh´ tauchen - und entdecke eine völlig neue Welt

April 1, 2018

Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen, dabei ist es mittlerweile fast zwanzig Jahre her: wie unglaublich es sich angefühlt hat, das erste Mal unter Wasser zu atmen. Zuerst ist man noch ganz vorsichtig, doch dann fasst man Vertrauen zur Ausrüstung und kann es kaum erwarten, diese fantastische, neue Umgebung zu erkunden. Der erste Tauchgang ist eine Erfahrung, die man nicht so schnell wieder vergisst. Es ist ein erster Schritt in eine völlig neue Welt voller Wunder.

 

Leider stürzen sich einige von uns nicht einfach kopfüber ins Abenteuer, sondern haben Bedenken, actiongeladene Sportarten wie Tauchen auszuprobieren. Da hilft es natürlich sehr, einige Informationen einzuholen über die Sportart, die einen reizt, von der man sich aber nicht sicher ist, ob sie einem wirklich gefällt.

Tauchen ist ausgesprochen sicher

 

Falls du dir darüber Gedanken machst, das Tauchen eine extrem gefährliche Sportart ist, kann ich dich beruhigen, denn dem ist nicht so. Die Ausrüstung heutzutage ist narrensicher und die Lungenautomaten, durch die man atmet, bieten einen ausgesprochen geringen Atemwiderstand, sodass das Atmen leichtfällt. Schon Kinder ab acht Jahren dürfen die Tauchausrüstung benutzen, wenn auch nur in einer kontrollierten Umgebung, wie einem Schwimmbad oder begrenztem Freiwasser mit perfekten Konditionen.

Wenn ein Haufen Kinder im Pool beim Tauchen Spaß haben kann, kannst du es auch. Du kannst dir sicher sein, dass das Tauchen ausgesprochen leicht zu lernen ist. Eigentlich geht es nur um drei Dinge, die man können muss: Im Wasser schweben, mit den Flossen schlagen und atmen. Statistisch gesehen ist Tauchen ungefähr genauso gefährlich wie Schwimmen, und um einiges weniger gefährlich als, sagen wir mal, Autofahren oder Basketballspielen. Allerdings ist es um einiges unterhaltsamer.

 

Und wie fängt man damit an?

 

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, einen ersten Tauchgang zu absolvieren. Am einfachsten ist es, an der Tauchschule vor Ort nachzufragen, ob eventuell Schnuppertauchgänge im Schwimmbad angeboten werden. So kannst du dich schon mal mit der Ausrüstung vertraut und deine ersten Atemzüge unter Wasser machen, um herauszufinden, wie sich das anfühlt und ob dir das Tauchen als Hobby Spaß machen würde.

 

Hier würde ich als Tauchlehrerin dir raten, dir Zeit zu lassen, dich nicht selbst unter Druck zu setzen, und langsam und tief zu atmen. Am besten beginnst du erst mal in Wasser, das flach genug ist, dass du einfach aufstehen kannst. Zwing dich zu nichts. Und wenn du keinen Spaß hast, kannst du jederzeit aufstehen und einfach den Tauchgang abbrechen.

 

Wenn du dich erst einmal ein wenig daran gewöhnt hast, wie es ist, unter Wasser zu atmen und beginnst, herumzuschwimmen, kannst du im Normalfall nicht genug davon bekommen, und jetzt kannst du dir überlegen, wie es weitergehen soll.

 Melde dich zu einem Kurs an

 

Viele Leute machen ihren Tauchkurs in den Ferien. Und die bekannten Tauchausbildungsorganisationen wie PADI oder SSI, bieten Anfängerkurse an, die nur zwei bzw. vier Tage dauern. Bei einem zweitägigen Kurs ist man meistens von der Tiefe her auf 12 m beschränkt, während ein viertägiger Kurs bei erfolgreichem Bestehen normalerweise dazu führt, dass man ein zertifizierter Taucher ist, der zusammen mit seinem Tauchpartner auf der ganzen Welt bis zu einer Tiefe von 18 m tauchen gehen darf.

 

Aber keine Bange, du musst nicht gleich alleine loslegen. Die wenigsten Taucher gehen direkt nach dem Kurs alleine tauchen, stattdessen lassen sie sich von einem Guide oder Divemaster führen. So muss man sich keine Gedanken über die Navigation machen, und bekommt als zusätzlichen Bonus auch noch die coolsten Fische des Reviers gezeigt, da der Diveguide natürlich weiß, wo diese sich befinden, und sie dir sicher gerne zeigt.

Wie läuft das Training ab?

 

Ein Tauchkurs besteht normalerweise aus drei Teilen: der Theorie, während der du die wichtigen Grundlagen des Tauchen kennenlernst, und die mit einem schriftlichen Abschlusstest endet, dem Erlernen der wichtigsten Tauchfähigkeiten im Schwimmbad oder im begrenzten Freiwasser und schließlich den Freiwassertauchgängen, die im See oder im Meer stattfinden, und während der du das Erlernte anwendest.

 

Ein Tauchkurs im Urlaub kann dich leider sehr viel deiner wertvollen freien Zeit kosten, die du dann mit wenig attraktiven Tätigkeiten, wie zum Beispiel im Klassenzimmer herumsitzen und Theorie lernen oder dem Training im Swimmingpool verbringen musst, anstatt am Riff die Fische zu beobachten.

 

Glücklicherweise sind heutzutage alle Tauchkurse in Module eingeteilt, die man einzeln absolvieren kann. Die Tauchtheorie lässt sich sogar online abwickeln. Eine weitere Alternative wäre auch noch, sich vor dem Urlaub bei einem Tauchkurs Zuhause einzuschreiben, um schon mal die Theorie und das Pooltraining zu absolvieren, sodass du im Urlaub dann tatsächlich nur noch die Freiwassertauchgänge vor dir hast, die großen Spaß machen. Wenn du das Pooltraining vor deinem Urlaub zu Hause absolvierst, hast du meist auch mehr Zeit, um alle nötigen Fähigkeiten zu erlernen. Die Urlaubskurse können manchmal sehr voll sein, sodass der Tauchlehrer weniger Zeit für die einzelnen Schüler hat. 

 

Das erwartet dich bei deinem ersten Freiwassertauchgang

 

Du wirst feststellen, dass dein erster Freiwasser-Tauchgang unvergleichlich ist, egal, wo er denn stattfindet. Ich persönlich bin kein großer Fan von kaltem, düsterem Wasser mit schlechter Sicht, deswegen würde ich gerade beim ersten Tauchgang einen großen Bogen um den heimischen See machen, und mich stattdessen an einen sonnigen, tropischen Ort mit warmem Wasser, fantastischer Sicht und haufenweise bunten Fischen begeben. Das Rote Meer zählt sicherlich zu einer der Hochburgen des Tauchens, doch auch die Karibik oder der asiatische Raum bieten tolle Tauchplätze mit viel Fisch, die sich perfekt für einen ersten Tauchgang eignen.

Um den ersten Tauchgang richtig genießen zu können, ist das Wichtigste eine gute Vorbereitung.

Und trotzdem kann es sein, dass man das Gefühl hat, nicht bereit zu sein. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor meinem ersten Freiwasser-Tauchgang auf dem Tauchdeck des Tauchbootes in Ägypten über einem der schönsten Riffe des Roten Meeres mit kristallklarem Wasser stand, nachdem ich zu Hause wochenlang im Pool geübt hatte, und mich strikt weigerte, ins Wasser zu springen. Nachdem man mich dann allerdings ohne großes Federlesen ins Wasser geworfen hatte und ich den Kopf unter Wasser steckte, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Es gab einfach so unglaublich viel zu sehen: bunte Fische, das Spiel der Sonnenstrahlen auf dem weißen Sand, das wunderschöne Riff. Schon war alle Nervosität vergessen und ich hatte nur noch Spaß und dir wird es sicher ähnlich gehen.

 

Tauchen ist ein fantastischer Sport, der dir die Möglichkeit bietet, in eine Welt einzutauchen, die nur wenige Menschen hautnah erleben dürfen. Hat man erst mal den ersten Tauchschein in der Tasche, gibt es unzählige weitere Möglichkeiten, seine Tauchfertigkeiten und -Interessen auszubauen. Mache Fotos, besuche Wracks, tauche mit Haien oder entdecke winzige, bunte Nacktschnecken. Wie aufregend dein Tauchabenteuer wird, bleibt ganz dir überlassen!

 

 

 

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