Lifting, Botox, teure Schönheitscremes? Nein, Sport bringt´s!

January 26, 2018

Vergiss Botox, ein zuverlässiges Erfolgsrezept gegen Falten heißt Sport. Ganz klar. Wer regelmäßig Sport treibt, bleibt länger jung. Braucht keine Schönheitscremes oder Lifting. Wer aktiv ist, wirkt jünger. Das ergab eine kürzlich veröffentlichte Auswertung gesammelter Daten aus 25 Jahren Langzeitstudie des Karlsruher Instituts (KIT). Man untersuchte Aktivitäten und Nicht-Aktivitäten von Erwachsenen im mittleren Alter. Das Ergebnis bestätigt, was echte Sportler und Sportlerinnen längst wissen: Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt um zehn Jahre jünger als Menschen, die sich nicht oder nur wenig bewegen. Sportliche Menschen sind seltener krank, deutlich fitter, fühlen sich wohler und altern leichter. Die Regelmäßigkeit ist das Geheimnis, mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche und das über einen langen Zeitraum.

 

Professor Klaus Bös, der die Studie gemeinsam mit Alexander Woll koordiniert hat, bringt das Ergebnis mit einem Beispiel auf den Punkt: Ein 50-jähriger Aktiver, egal ob Frau oder Mann, wäre ebenso so fit wie ein 40-jähriger inaktiver Erwachsener. Fest steht, dass Menschen, die weniger als zweieinhalb Stunden pro Woche sportlich aktiv sind, viermal so häufig an Diabetis erkranken als sportliche und bei ihnen treten die im zunehmenden Alter typischen „Zipperlein“ deutlich öfter auf.  

Akribisch beobachtete man für die Studie "Gesundheit zum Mitmachen" seit 1992 in Schönborn im Kreis Karlsruhe etwa 500 Frauen und Männer zwischen 35 und 80 Jahren. Zu Beginn wurden alle medizinisch untersucht. Man nahm ihre Körpermaße, ermittelte Blutwerte, machte eine Körperfettanalyse (BIA) und untersuchte das Herz mithilfe EKG. Mediziner testeten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination der Probanden sowie ihre kognitiven Fähigkeiten, wie Reaktionsschnelligkeit oder Hand-Auge-Koordination. Dann befragte man die Teilnehmer zu ihrem Lebensstil, erfasste Fehlernährung, Rauchen, Stress und Alkoholkonsum. Alle paar Jahre wiederholte man diese ganzen Untersuchungen und zeichnete die Werte sorgfältig auf.

 

Die Auswertung zeigt, dass die körperliche Aktivität der Probanden über die Jahre zwar zugenommen hat, aber nicht einmal die Hälfte erreichte die aktuellen Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von regelmäßigem Sport von mindestens zweieinhalb Stunden wöchentlich. Ganz im Gegenteil: Im Laufe der Jahre nahm das Engagement und demzufolge die Fitness eher ab und es zeigte sich, dass sich der Leistungsverlust ab dem 50. Lebensjahr deutlich beschleunigte. Leistungsunterschiede zwischen regelmäßig sportlich aktiven und inaktiven Menschen wurden mit zunehmenden zunehmendem Alter immer klarer.

Die Untersuchung berücksichtigte außerdem die gesundheitlichen Risiken, die für moderne Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind: Falsche Ernährung, Rauchen und Alkohol stehen dabei ganz vorne. Auch Stress ist ein echtes Gesundheitsrisiko. Die Wissenschaftler bestätigen, dass ein Auftreten des metabolischen Syndroms, also Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes Mellitus vermeidbar wären, wenn Menschen regelmäßig und von früh an Sport treiben würden.

 

Hier ein paar Links, wenn Du mehr darüber wissen willst: 
http://www.gesundheit-zum-mitmachen.de/99.php

http://www.gesundheit-zum-mitmachen.de/ 

http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=179845&CultureCode=de 

https://www.researchgate.net/publication/225173669_Grundlagen_der_Sportlerernahrung_Fundamentals_of_nutrition_for_athletes

 

 

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